Jetzt wird es ernst – Die Hochzeitstorte

 

Geburtstagstorte mit Fondantblumen

Geburtstagstorte mit Fondantblumen

Da just am Tag vor der Hochzeit (also an dem Tag an dem ich eigentlich in aller Ruhe die Hochzeitstorte fertigstellen wollte) meine Trauzeugin Geburtstag hatte, und ich außnahmsweise auch mal in der Gegend war um mit ihr zu feiern, hab ich spontan beschlossen für die Liebe auch noch eine kleine Torte zu backen. Hier mit hellen böden und Brombeerfüllung.
Und ich wollte unbedingt die Fondantblüten ausprobieren die ich gemacht hatte, also schnell Zuckerkleber (mit Kukident Haftpulver) angerührt und das funktioniert wirklich gut. Obwohl ich ja der Meinung bin das man Zuckerkleber bestimmt auch einfach mit Zucker machen kann. Theoretisch müsste es ja reichen, den Fondant etwas anzufeuchten, das sollte ja auch kleben. Bei der erst Torte habe ich es mit den Perlen so gemacht. Hat geklappt, eventuell probiere ich das nochmal aber jetzt habe ich ja eine Packung Pulver. Die muss auch weg.
Die Geburtstagstorte ist ganz gut geworden nur leider leider habe ich nicht daran gedacht die Brombeeren für die Fruchteinlage auch durch ein Sieb zu streichen. Die ganzen kleinen Kernchen haben leider schon ziemlich geknirscht beim essen

Jetzt ist es dann endlich soweit. Diesmal gibt es keine Chance auf eine Ersatztorte wenn es nicht klappt. Nachdem die Torte die ich für den oberen Teil geplant hatte so ein Reinfall war (das könnt ihr hier nachlesen) habe ich beschlossen mich an das bewährte Rezepte des unteren Teiles zu halten. Leicht abgewandelt mit Schokoböden und einer Birnenfüllung. Mein Zeitplan war durch den kleinen Torteneinschub auch im Eimer aber ich hatte nach dem wunderbaren Geburtstagsessen bei S. wahnsinnig gute Laune. Wahrscheinlich war ich auch ein bisschen aufgedreht.

Zum Glück hatte ich ja schon die Fruchteinlagen und die Böden vorbereitet und eingefroren. Durch die lange Fahrt zu meinen Eltern war das alles auch schon aufgetaut, so dass ich gleich ans Werk gehen konnte. Viel zu machen war ja nicht mehr, also fröhlich die Fruchtpuddings (Fruchtpuddinge?) für die Buttercreme angerührt (ich habe mit der kleineren Birnentorte angefangen aber es lief alles ein bisschen parallel, da ja auch wieder abgekühlt werden musste zwischendrin) und diese dann zwischen den einzelnen Lagen verteilt.

Birnentorte – Innenleben

In der Birnentorte war verhältnismässig viel Creme, ich glaube aber das war sogar ein bisschen besser als bei der unteren. Das nächste Mal also mehr Creme für die größere Torte.
Für die Himbeertorte hatte ich einen Boden mehr, damit die Torte nicht zu mikrig wirkt. Und die Buttercreme hat eine wirklich schöne Farbe bekommen, leider sieht man das auf dem Bild nicht so schön. Und ich bin wirklich froh dass ich mich für schlichte helle Böden entschieden habe, wer weiss welche Farbe bei einem neuen Experiment raus gekommen wäre.

 

2015-11-14 01.13.08

Himbeertorte – Innenleben

Da das Farbkonzept ja Blau-Weiss-Gold war und ich es nicht geschafft habe die Torte innen in einem knalligen Blau zu färben, habe ich mich für blauen Fondant entschieden. Das selber Einfärben hat hier auch nicht wirklich geklappt aber zum Glück gibt es ein tolles Spezialgeschäft in Würzburg und dort hat meine Mutter mir ein paar super Gimmicks besorgt. Unter anderem den knallig blauen Fondant. Es war nur leider ein bisschen wenig. Für eine normal hohe 26er Torte hätte er wahrscheinlich problemlos gereicht aber der zusätzliche Boden hat schon ziemlich was ausgemacht. Ich hab ihn so dünn gerollt wie ich konnte, dadurch ist er an den Kanten leider leicht eingerissen aber er hat gerade so ausgereicht. Dafür ist nichts übrig geblieben, ist ja auch schön.

 

 

blaue Kissen Torte mit Goldknöpfen

Für das Kissenmuster hatte ich dieses Mal eine Schablone. Und es ist auch perfekt aufgegangen mit dem Umfang. Ohne die Schablone wäre es aber auch gegangen, ich hätte blos wieder ausmessen und von Hand „gravieren“ müssen. Diesmal ist die Torte auch schön gleichmässig geworden, das hätte also ohne größere Probleme funktionieren sollen, mit Schablone ging es natürlich schneller.
Dann noch ein paar Details modellieren und die Goldperlen einsetzten (komplett ohne irgendwelchen Kleber, einfach nur kleine Löcher vorgepieckst und rein damit) und fertig war das gute Stück.

Der obere Stock sollte in einem schönen Gold erstrahlen und damit zu den Perlen passen. Nur goldener Fondant … schwierig, sehr schwierig. Zum Glück gibt es Farbspray. Und dieses habe ich dann auch großzügig aufgesprüht. In der Waschküche. Etwas zu großzügig. Hinterher waren alle beteiligten Personen, Kleidungsstücke und Gegenstände goldfarben. Und man durfte ja nicht in die Nähe dieses Goldstückchens kommen wenn man sich nicht farblich anpassen wollte. Leider hat man auch gesehen, dass die Farbe nicht ganz gleichmässig war. Allerdings ist sie dann sehr schön getrocknet und man konnte den Überschuss abpusten. Oder einfach mal kurz die Torte in den Wind halten, so wie wir das gemacht haben.
Ich hatte extra für den oberen Stock ein Cake Board gebastelt, das wurde dann auch gleich schön golden, so ist es nicht mehr ganz so schlimm aufgefallen wie im ursprünglichen Zustand. Aber diese Platte hat mich mit am meisten gestört. Ich glaube auch, dass ich hier darauf hätte verzichten können ohne dass alles zusammen bricht. So hoch war es ja noch nicht. Nächstes Jahr bei 3, 4 oder mehr Stockwerken braucht die Statik schon Unterstützung denke ich.

Nur um sicher zu gehen wurde die Torte dann auch einmal komplett zusammen gebaut (bei 2 Teilen irgendwie witzlos) und mit dem Eulentopper versehen. Die Eulen hatte ich auch schon fertig gemacht, die sind aus Fimo und können so hoffentlich irgendwo in der Wohnung des Brautpaares einziehen (Die Bräutigam-Eule hat mich vielleicht nerven gekostet. Die Braut war ganz lieb, wie immer ; )

Zu dem Zeitpunkt war es dann auch schon 3 Uhr in der Früh und ich hatte immer noch wahnsinnig gute Laune. Und nach dem Zusammen- und wieder Auseinanderbauen auch wieder goldene Hände. Die Bilder sind leider dementsprechend schlecht, da zum einen das Licht nicht mehr so gut war (haha) und ich zum anderen nicht mehr so viel gesehen habe durch die Augenlieder.
Am nächsten Tag habe ich dann noch eine dritte, unterste Reihe Goldperlen dran gemacht. Sah noch ein bisschen hübscher aus.

gold blaue Hochzeitstorte mit Eulen-Topper

Gegessen wurde erwartungsgemäß nicht viel von der Torte. Ich glaube Birne war weg, aber Himbeer gar nicht angeschnitten. Die Brautmutter hatte auch noch ein paar Köstlichkeiten vorbereitet. Ich habe daher auch gar nicht selber probiert wie sie geworden ist, aber da sich einzelne Gäste zweimal davon genommen haben, denke ich sie war nicht schlecht.

Und jetzt werden erst mal keine Torten mehr gebacken. Ich muss mich sammeln und über die große Torte nächstes Jahr sinnieren.

Lasst es euch gut gehn.

Laura

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